29.09.2025: Neuer einheitlicher Microsoft Marketplace | AI‑Bubble?
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00:00:05: Dein morgendlicher Booster für alles rund um Datenkai und Business.
00:00:16: Kompakt in unter fünf Minuten.
00:00:19: Microsoft kommt mit einer interessanten Neuerung um die Ecke.
00:00:22: Und zwar gab es in dem Ökosystem von Microsoft schon immer verschiedene Marktplätze für Unternehmen, für Cloud-Lösungen, den Azure Marketplace und für alles rund um Produktivität und KI-Tools Microsoft App Source.
00:00:37: Jetzt führt Microsoft AppSource und den Azure Marketplace zu einem sogenannten Microsoft Marketplace zusammen.
00:00:45: Der Start erfolgt zunächst in den USA jetzt, der internationale Rollout allerdings auch schon in den kommenden Wochen.
00:00:52: Das ist durchaus interessant, die bisher an verschiedenen Stellen geführten Angebote eben auch von Drittanbietern wandern einheitlich elegant in einen Marktplatz.
00:01:04: Das bringt eine einheitliche Abrechnung über bestehende Microsoft-Verträge durchaus wichtig für Einkauf bzw.
00:01:11: Controlling.
00:01:12: und eben die eben genannten Drittanbieter, die Partner profitieren natürlich dadurch mit einer besseren Auffindbarkeit und Mitverkaufsoption.
00:01:22: Das heißt konkret jetzt... KI-Apps dürften leichter gefunden und eingekauft werden.
00:01:28: Für Unternehmen wird der Einkauf von KI-Lösungen berechenbarer, nämlich mit bekannten Prozessen, klaren Prüfungen und zentraler Abrechnung.
00:01:37: Für Teams bedeutet das kürzere Wege von der Testphase in den Betrieb.
00:01:42: Hier ein Praxistipp.
00:01:44: Legt intern eine Freigabeliste für KI-Apps an.
00:01:50: Von Zweck Datenzugriff bis Verantwortliche und definiert KPIs pro Anwendungsfall.
00:01:58: So was wie gesparte Minuten pro Vorgang, Fehlerquote, Return on Invest nach einer bestimmten Zeit und dann weiter.
00:02:07: Haben wir es mit einer AI Bubble zu tun, die bald platzen wird?
00:02:11: Das Magazin Fortune diskutiert das kürzlich sehr eindrucksvoll.
00:02:16: Herangezogen wird hier vor allem die Zirkularität, die zuletzt zu beobachten war.
00:02:20: Zum Beispiel das große Invest von Nvidia in Open AI, hundert Milliarden Dollar bzw.
00:02:26: bis zu zehn Gigawatt an Ausstattung Richtung Nvidia GPUs.
00:02:31: Dieses Invest in Open AI nutzt also wiederum Open AI um in GPU Nvidia Hardware zu investieren, also einzukaufen.
00:02:41: Damit gibt also platt gesagt Nvidia OpenAI Geld, damit OpenAI Nvidia Produkte einkauft.
00:02:49: Das pusht natürlich die Bewertung beider Unternehmen.
00:02:53: Und diese Zirkularität kann ja nur aufgehen, wenn die Nachfrage insgesamt im Markt entsprechend weiter wachsen wird, um der neuen Bewertung gerecht zu werden.
00:03:03: Und viele weitere große Deals zuletzt wirkten eben auch so, als ob da Value, also Wert entsteht, durch das Hin- und Herschieben von Geld.
00:03:13: Parallelen werden hier gezogen zur Dotcom-Blase, die ja zweitausend geplatzt ist.
00:03:19: Damals war es so, dass viel zu viel investiert wurde, faktisch in Hardware, in Infrastruktur, also in Kabel für Internet.
00:03:27: Ja, das Internet hat die Welt verändert, aber es hat deutlich länger gedauert, als es damals vorausgesehen wurde.
00:03:34: Also die Nachfrage war kleiner.
00:03:37: als angenommen.
00:03:38: Und auch damals gab es eben sehr viele Deals von dieser zirkulären Natur her.
00:03:43: Dagegen muss man halten, dass eben tatsächlich schon hochrelevant Umsatz generiert wird mit AI-Lösungen.
00:03:50: Open AI alleine wird bis Ende des Jahres wahrscheinlich zwanzig Milliarden Dollar annual recurrent revenue, also wiederkehrende jährliche Umsätze generieren.
00:04:01: Und dann gibt es noch viele andere Player im AI-Universum, die eben auch schon signifikant Umsatz generieren und weiter wachsen werden.
00:04:09: Der Vergleich erscheint total logisch und die Schlussfolgerungen richtig, wenngleich wahrscheinlich noch zu früh gemessen an den aktuellen tatsächlichen Erfolgen im AI-Universum.
00:04:21: Wir müssen jetzt gespannt verfolgen, inwieweit Erwartungen eingehalten, übertroffen oder nicht getroffen werden.
00:04:27: Wahrscheinlich, das wäre meine Erwartung hier.
00:04:30: einfach sehr stark davon ab, wo wir hinschauen.
00:04:34: Es wird Bereiche geben, wo Erwartungen übertroffen werden, Bereiche geben, wo Erwartungen nicht erfüllt werden.
00:04:39: Da müssen wir wirklich schauen, über alle Industrien hinweg.
00:04:42: Nehmen also den echten Umsätzen, die bereits da sind, müssen die Geschäftsmodelle weiterhin kritisch beurteilt werden.
00:04:49: Sicherlich müssen zukünftig viel mehr die harten Fakten herangezogen werden, messbar, Zeit und Geld sparen.
00:04:57: Bis morgen früh.
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