13.10.2025: Stargate Argentina | EU mit neuen AI Factories
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00:00:05: Untertitel im Auftrag des ZDF, im Auftrag des ZDF Guten Morgen.
00:00:06: Heute haben wir den threizehnten Oktober zwei tausendfünfundzwanzig.
00:00:10: Und es ist Montag, damit starten wir in eine neue Woche mit neuen KI-Updates und wie immer in unter fünf Minuten.
00:00:17: Und es geht los mit dem nächsten Megaprojekt.
00:00:20: Und zwar plant OpenAI ein mega Rechenzentrum in Argentinien.
00:00:26: Angelehnt an das amerikanische Joint Venture Stargate spricht man hier von Stargate Argentina.
00:00:34: Und zwar haben OpenAI und der Energieentwickler SurEnergy eine Absichtserklärung für ein neues KI-Rechenzentrum in Patagonien unterzeichnet.
00:00:44: Absichtserklärung, das heißt Letter of Intent, aber politisch flankiert und öffentlich bestätigt.
00:00:51: Ganz kurz zur Einordnung.
00:00:52: Patagonien zeichnet sich dadurch aus, dass es besonders dünn besiedelt ist.
00:00:57: Im Schnitt gerade mal zwei Einwohner pro Quadratkilometer.
00:01:01: Und ansonsten ist es dort recht trocken und eher kühl.
00:01:05: Vergleichweise mit unserem Klima hier, nur mit umgedrehten Jahreszeiten.
00:01:10: Das heißt, wenn wir Winter haben, ist dort Sommer.
00:01:13: Und wenn wir Sommer haben, ist dort Winter.
00:01:15: Aber ansonsten Temperaturen ganz ähnlich, nicht deutlich über dreißig Grad.
00:01:20: mal auch Minusgrade.
00:01:22: Und dort sind also nun Investitionen geplant von bis zu Zwei Milliarden US-Dollar und eine Zielleistung für das Rechenzentrum von bis zu Fünfhundert Megawatt.
00:01:33: Das wäre eines der größten Tech- oder Energievorhaben des Landes.
00:01:39: Das Projekt soll von Argentiniens Steuer- bzw.
00:01:42: Investitionsprogramm profitieren, das sogenannte RIGI.
00:01:46: Sind das nun große Zahlen hier ganz kurz zur Einordnung?
00:01:48: Wir hatten ja zum Beispiel über den OpenAI Nvidia-Deal gesprochen.
00:01:53: Da sprachen wir von bis zu zehn Gigawatt.
00:01:57: Hier reden wir von fünfhundert Megawatt, also ein halbes Gigawatt.
00:02:01: Also von der Leistung her relativ gesehen wenig, wenngleich natürlich fünfhundert Megawatt immer noch eine ganze Menge.
00:02:08: ist.
00:02:08: Die Investitionssumme allerdings kann sich sehen lassen.
00:02:12: Ein USD, im Vergleich Open AI Nvidia Deal, belief sich auf bis zu hundert Milliarden USD.
00:02:18: Das heißt, je bei diesem Rechenzentrum haben wir es mit mehr benötigten Dollar pro Watt zu tun.
00:02:26: Die Gründe dahinter können vielfältig sein und lassen sich jetzt hier nicht konkret benennen.
00:02:31: Aber wir können zusammenfassen, natürlich ein in der Tat mega Projekt, wenn gleich im Vergleich zu den Dingen, die wir hier schon berichtet haben, noch relativ klein.
00:02:41: Trotzdem sehr wichtig und hochrelevant.
00:02:43: Das Vorhaben zeigt, wohin sich KI-Infrastruktur bewegt, nämlich dorthin, wo Energiezugang, Flächen und einen Reize zusammenkommen.
00:02:53: Ja, und was heißt das für Europa?
00:02:54: Der globale Wettbewerb um Computkapazität beschleunigt sich weiter.
00:03:00: Mit Standortvorteilen für Länder, die planbare Energie auch erneuerbar, schnelle Genehmigungen und stabile Rahmen setzen.
00:03:08: Für Unternehmen ist das relevant.
00:03:09: Training und Infarenz großer Modelle werden zunehmend geografisch diversifiziert.
00:03:15: Sourcingstrategien und Datenresidenzkonzepte sollten darauf vorbereitet sein.
00:03:22: Die Strategie lässt erkennen, dass KI-Infrastruktur stärker mit Energie- und Standortfragen zu verknüpfen ist.
00:03:31: Und hier können wir festhalten, dass Lateinamerika erstmals eine primäre KI-Computedrehscheibe wird.
00:03:39: Und weiter geht's mit der EU.
00:03:42: Die EU richtet sechs weitere sogenannte AI-Factories ein, nämlich in Tschechien, Litauen, den Niederlanden, Polen, Rumänien und Spanien.
00:03:53: Diese Standorte bieten Startups, KMUs und Industrie die rechten Zugang zu AI-optimierten Supercomputern, technischem Know-how und tailored Support für Entwicklung und Rollout fortgeschrittener KI-Lösungen.
00:04:08: Der Schritt ist Teil der EU-Strategien Apply AI und AI in Science mit einem Anschubrahmen von rund einer Milliarde Euro aus Programmen wie Horizon Europe und Digital Europe.
00:04:21: Berichtet hatten wir dazu in der vorletzten Podcast-Episode.
00:04:25: Für Unternehmen in Europa sinkt das den Zugang zu Rechenleistung und auch Expertise, gerade für Anwendungsfälle die Daten-Huheid, Energietransparenz und Compliance mit dem AI-Act verlangen.
00:04:38: Zudem stärken die AI-Factories den europäischen Stack als alternative zu rein hyperscaler zentrierten Setups.
00:04:47: Wer jetzt Pilotprojekte plant, kann Beziehungsweise Validierungsumgebungen, Beratung und auch Kohrentwicklung in Anspruch nehmen.
00:04:56: Mit Blick auf schnellere Produktisierung und EU-Förderkulissen.
00:05:01: Das hört sich doch sehr vielversprechend an und entsprechend werden wir das hier genau weiter verfolgen.
00:05:06: Für heute war es das und wir hören uns wieder morgen früh.
00:05:10: Ich wünsche dir einen richtig guten Wochenstart.
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