27.10.2025: Milka/Mondelez will mit KI Werbekosten deutlich drücken | Urheberpauschale für KI geplant

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00:00:06: Siebenundzwanzigste Oktober, zwanzigundzwanzig.

00:00:09: Guten Morgen zu deinem Update für alles rund um Datenkarrieren.

00:00:12: Business in unter fünf Minuten.

00:00:15: Dass im Marketing und in der Werbung mittlerweile viel mit generativer KI gemacht wird, das ist soweit klar.

00:00:21: Trotzdem, wenn das Konzerne machen, hat das natürlich Leuchtturmcharakter.

00:00:26: So führt wohl jetzt der Börsennotierte Konzern Mondelez ein eigenes generatives KI-Werkzeug ein, um... Produktionskosten für Werbeinhalte um etwa dreißig bis fünfzig Prozent zu senken.

00:00:41: Der Konzern steckt hinter Marken wie zum Beispiel Milka oder Oreo.

00:00:46: Um das ganze aufzubauen soll Mondeles ca.

00:00:49: vierzig Millionen US-Dollar investiert haben.

00:00:52: Vierzig Millionen hört sich sehr viel an, aber so ein Konzern wie Mondeles gibt deutlich mehr aus, nämlich mehrere Milliarden pro Jahr für Werbung.

00:01:02: Natürlich beinhaltet das dann nicht nur die Produktion, sondern eben insbesondere das Ausstrahlen.

00:01:07: Aber trotzdem, wenn man bei der Produktionskosten so viel einsparen kann, etwa dreißig bis fünfzig Prozent und das womöglich dauerhaft und vielleicht sogar noch ansteigend, dann wird sich das Ganze natürlich schnell amortisieren.

00:01:19: Es ist zwar immer noch so, dass Menschen die Inhalte prüfen vor einer Veröffentlichung, aber erste Einsätze laufen bereit, zum Beispiel Social Clips und auch Produktseiten, so auch für Milka in Deutschland.

00:01:33: Und das Ganze soll weiter anwachsen, perspektivisch eben auch für die ganz großen Werbeplätze im Fernsehen.

00:01:38: Ein aktuelles acht-sekundenlanges Milka-Video zeigt zum Beispiel wohl Schokoladenwellen, die über eine Waffel schwappen, wobei der Hintergrund je nach Zielgruppe variiert.

00:01:49: Und das Ganze zeigt eben, wie viel besser skalierbar das ist, um eben passend zur Zielgruppe die Werbeinhalte anzupassen.

00:01:59: Involviert war übrigens unter anderem die IT-Beratung Accenture bei der Entwicklung dieses KI-Werkzeugs.

00:02:06: Dieser Schritt zeigt noch mal eindrücklich, dass KI-Produktion in der Breite ankommt, eben nicht nur als Experiment.

00:02:13: Für Marketing-Teams bedeutet das natürlich kürzere Produktionszeiten, mehr Variantentests, lokal zugeschnittene Motive.

00:02:20: zum Beispiel ganz konkret für die Dachregion und das ganz eben bei deutlich geringeren Kosten.

00:02:26: Gleichzeitig dürfte jetzt Governance weiter in den Vordergrund rücken, wenn es eben um Kennzeichnungen, Rechte an Stimmen oder Gesichtern, Datenquellen sowie klare Abnahmeprozesse geht.

00:02:36: Wir werden das hier weiter beobachten und berichten.

00:02:40: Weiter geht es mit einer News, die zeigt, dass die Kosten vielleicht doch höher ausfallen werden als gedacht.

00:02:47: Und zwar einigen sich die Bundesländer hierzulande auf einige Eckpunkte, wo es unter anderem darum geht, dass es eine Urheberpauschale für KI geben soll.

00:03:00: Das Ganze soll in einem sogenannten digitale Medienstaatsvertrag münden.

00:03:07: Der zentrale Punkt dabei ist, die Nutzung geschützter Werke durch KI soll vergütungspflichtig werden.

00:03:15: durch eben eine Urheberpauschale.

00:03:17: Ziel dabei ist natürlich Medienvielfalt und faire Vergütung im Zeitalter von KI und Plattformen abzusichern.

00:03:25: Es gibt allerdings noch etliche offene Punkte, zum Beispiel bezüglich Abgrenzung, Training und Betrieb, also wird nur das Training vergütet oder auch schon bestimmte Nutzungsszenarien, zum Beispiel Bild, Text, Generierung mit Schutzwirkung.

00:03:41: Und wer sammelt überhaupt die Pauschale ein?

00:03:44: Wie wird aufgeteilt?

00:03:45: nach Repertoire, Nutzung, Reichweite?

00:03:48: Also da bleibt noch eine ganze Menge offen, aber man darf schon festhalten, dass Unternehmen mehr Rechtssicherheit beim Einsatz von KI bekämen, insbesondere beim Training und auch bei der Weiterverwendung von Inhalten.

00:04:01: Gleichzeitig wird es Kosten und Budgetwirkungen geben, wie eben Eingangs gesagt.

00:04:06: Das heißt, wer KI, insbesondere eben generative KI, breit nutzt, muss künftig, Lizenz und Pauschalmodelle einpreisen.

00:04:17: Also ist dann vielleicht die Werbung eben dann doch nicht mehr so günstig zu produzieren.

00:04:22: Für Verlage, Kreative und rechte Inhaber eröffnet sich logischerweise ein zusätzlicher Vergütungskanal.

00:04:29: Sehr, sehr spannend und auch hier werden wir dran bleiben.

00:04:33: Das war's für heute.

00:04:33: Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche und wir hören uns wieder morgen früh.

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